Die sogenannte „Arisierung“ von jüdischem Eigentum vollzog sich unter der Nazi-Herrschaft auf unterschiedlichste Weise.
Mindestens bis 1936 – bis zum Ende der Olympischen Spiele im September in Berlin versuchten die Nazis ihren Antisemitismus zu kaschieren – waren Kaufverträge möglich, die ohne politischen Druck, d. h. ohne Zwang durch irgendwelche Behörden, abgeschlossen werden konnten.
In dieser Zeit waren auch Auswanderungen, insbesondere in die USA, in andere europäische Länder und nach Israel, möglich. Die Kinder von Max Klau, genannt „Leisers Max“, sowie die Kinder von Leo Freudenthal und auch er selbst gelangten so noch in die USA.
Bis Ende der 30er Jahre hatten sich in Theilheim bereits folgende Änderungen ergeben:












Für nachfolgende Hausnummern sindt unter „zur Zeit“ wohl die Jahre bis Ende 1941 zu verstehen:

Auszug aus der Theilheimer Dorfchronik, S.207:






(hier irrt die Chronik, die Nummer war damals 84 1/2)


Haus-Nr. 53 – heute: von Erthal-Str.3
Haus-Nr. 101 – heute: Von-Erthal-Str. 35

Insgesamt wohnten damals also in den 10 genannten Häusern laut Chronik 38 Personen.
Dazu gehörten auch Leute wie die Familie Finke, die bereits aus ihrem eigen Haus Nr. 16 – heute Von-Erthal-Str.10 – vertrieben worden waren.
Ab 1942, nach der Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942, bei der die Ermordung aller Juden beschlossen wurde, begannen die Deportationen in die KZs, insbesondere in das Vernichtungslager Auschwitz.
In Memoriam


und im Dorfe:





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